Die Technik fit machen für die Zukunft

Seit vielen Jahren plante der Luftsportverband vornehmlich im Technischen Bereich bauliche Maßnahmen, die den steigenden Anforderungen für die Wartung und Nachprüfung und einer noch besseren Ausbildung des Technischen Personals nach den Richtlinien des DaeC gerecht werden sollten. Insbesondere führen die Zunahme von Faserverbundwerkstoffen bei Segelflugzeugen und Motorseglern sowie bei Flugzeugen bis 750 kg MTOW zu vermehrten Anforderungen an die Werkstätten. Dabei war vorauszusehen, dass einige Vereine diesen Anforderungen aus räumlichen und Kostengründen nicht gerecht werden können. Das Vorhalten von Werkstatteinrichtungen für seltene Bedarfsfälle ist nicht rentabel und kann oft nicht verwirklicht werden. Wir haben bereits Prüfer für Flugzeuge bis 750 kg, jedoch wird für die Genehmigung der Erweiterung des LTB seitens der Behörde ein fester Standort für Prüf-und Messmittel gefordert. Wir werden daher unseren LTB erst nach dem Abschluß des Neubaues im nächsten Jahr für Flugzeuge bis 750 kg genehmigen lassen.

Gerade jetzt beim Übergang auf europäische Vorschriften ist erkennbar, dass selbst bei massivem Vorbringen unserer Ansprüche an die Rechtsvorschriften durch den DaeC diese nicht alle erfüllt werden . Hintergrund ist auch neben der geringeren Bedeutung gerade des Segelflugs in anderen europäischen Ländern die Anhebung der Anforderungen auf die Ebene der Verkehrsluftfahrt. Selbst wenn es gelingen sollte, unsere Bestandswahrung nur einigermaßen durchzusetzen, wird eine Anpassung und Verbesserung nicht zu umgehen sein.

Hierfür hat sich der Luftsportverband Rheinland-Pfalz bereits frühzeitig eingerichtet und eine Halle für Wartung, Prüfung und Reparatur gemeinsam mit der Ausbildung von Technischem Personal geplant, deren bau am 11.05.04 begonnen wurde. Im Interesse einer schnellen Verwirklichung wurde auf die Terminierung eines ersten Spatenstiches verzichtet.
Aus dem Grundriß sind die Funktionen der Räume erkennbar, es gibt 2 zu verbindende Schulungsräume, ausreichend auch für das Packen von Rettungsfallschirmen, einen großen Werkstatt- und Montageraum , Werkstätten für Holz, FVK und Metallbearbeitung sowie seinen Lagerraum. Auf der Bühnenebene besteht Ausbaumöglichtkeit nach späteren Bedürfnissen.
Wir stellen uns vor, dass Vereine umfangreiche Reparaturen, die in eigenen Räumen nicht möglich sind, hier ausführen können und eine Prüfer über kurze Wege in Anspruch nehmen können.

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Vorgesehen ist zum Beispiel auch, eine Lehrwerkstätte für den Modellflug einzurichten. Dabei eröffnet sich die Möglichkeit, neben der technischen Ausbildung von Nachwuchs-Modellfliegern in technischen Aus- und Fortbildungs-Seminaren Personal für den Einsatz in Ganztagsschulen vorzubereiten.

Die vor den Werkstätten liegende Wartungshalle ist mit Lufterhitzern heizbar, damit auch gerade während der kalten Jahreszeit Lehrgänge möglich sind.
Das Gebäude ist bei Bedarf an der linken Seite erweiterbar und enthält, erstmals für den Luftsportverband, eine behindertengerechte Toilette und eine Dusche im Sanitärbereich der Halle. (Hans-Udo Hellrigel)

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