Update vom 17.07.2017:

"Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH weist darauf hin, dass Anrufe von VFR-Flugplätzen / Vereinen an die Kontrollzentralen zur Meldung von örtlichen VFR-Flugaktivitäten nicht in jedem Fall hilfreich sind. ........

Wir möchten Sie daher bitten, zukünftig Anrufe mit Meldungen zu örtlichem VFR-Flugbetrieb nur dann vorzunehmen, wenn es diesbezüglich eine Absprache zwischen Luftsportverein und der zuständigen DFS-Kontrollzentrale gibt."

Dieser Hinweis gilt speziell für die Vereine / SF-Flugplätze im Umfeld der Ramstein Airbase, die weiterhin aufgefordert sind, ihre Flugbetriebsmeldung 'Flight Operation Notification' an Ramstein GCA unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu melden.


Da es in letzter Zeit leider verschiedentlich zu Missverständnissen kam, wenn sich Segelflieger, wie verabredet, in der Nähe der US Airbase Ramstein über Funk bei Ramstein GCA meldeten, haben wir uns am 05.07.2017 mit den zuständigen USAF-Vertretern, Sgt. Tischler, Chief von GCA, und Sgt. Miller, Chief der Towerlotsen, in Ramstein getroffen und mit ihnen Hintergründe und Zielsetzung der seit 2005 verabredeten Awareness Kampagne besprochen. Unsere Gesprächspartner, die nach dem routinemäßigen Personalwechsel erst seit einigen Monaten in dieser Funktion bei der USAF in Ramstein tätig sind, zeigten sich dabei sehr interessiert und aufgeschlossen.

In dem ausführlichen Gespräch haben wir nochmal die zur Erhöhung der Flugsicherheit in diesem Luftraum verabredete Awareness Kampagne und die von uns propagierte Verhaltensweise unserer Luftsportler dargelegt und die dabei auftretenden subjektiven Schwierigkeiten unserer Piloten (Sprachprobleme, „Funkscheu“, Belastung durch Zusatzinformationen) erläutert. Seitens der USAF-Vertreter wurde die Bereitschaft bestätigt, bei der Lenkung des militärischen Flugverkehrs auf Sportflieger Rücksicht zu nehmen, was jedoch eine Positionsmeldung per Funk oder aktivierten Transponder (am besten beides !) voraussetzt. Ausserhalb der CTR ist dafür GCA auf 124,275 MHz anzusprechen, für Durchflüge der CTR der Tower auf 133,200 MHz. Für die pauschale Meldung von Flugbetrieb an benachbarten Sportflugplätzen per ‚Flight Operation Notification‘ wurden die EMail-Adressen Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestätigt, während die Meldung per Fax nicht mehr funktioniert. Dabei sind die Betriebszeiten von GCA, Mo - Sa 6:00 - 22:00 h und So / Feiertags 11:30 - 22:00 h, zu beachten.

Anschließend hatten wir wieder Gelegenheit, uns in der GCA-Station an den Bildschirmen ein Bild von den Arbeitsbedingungen der Lotsen zu machen, die Segelflieger ohne Transponder nur als Primärziele ohne Höhenangabe wahrnehmen können. Daher müssen alle Piloten hier nochmals eindringlich auf die im Rahmen der Awareness Kampagne empfohlenen Maßnahmen hingewiesen werden, wie sie in der breit verteilten ‚Ramstein-MemoCard‘ beschrieben sind:

  • Luftraum beobachten und Orientierung
  • Zuverlässige Positionsbestimmung und –meldung per Funk an GCA
  • Transponder aktivieren
  • Flugbetrieb von Ramstein beobachten
  • An- und Abflugbereiche zügig und möglichst auf kürzesten Wege durchfliegen

Abschließend haben wir uns darauf verständigt, uns bei kritischen Vorfällen zu informieren, um durch Aufklärung der Ursachen und ggf. angemessene Gegenmaßnahmen zur Konfliktvermeidung und Erhöhung der Flugsicherheit in dem gemeinsam genutzten Luftraum beizutragen.

                                                                                                                              Reiner Schröer,  Ernst Eymann,